DEA a, der nur erreichbare Zustände enthält
Voraussetzung: Der Algorithmus endet nach m+1 Iterationen von Schritt 3.
Annahme: Ein nicht-äquivalentes Paar (p,q) ist noch nicht markiert. Wähle l > m +1 minimal aus, sodass
Sei w = u v mit \(\mid v \mid = m + 1\), so gilt:
Das Paar (p’, q’) ist in der (m + 1) Iteration trennbar mit \(a: p' \rightarrow^v F, a: q' \rightarrow^v \notin F\), aber nicht in einer früheren Iteration (ansonsten wäre l nicht minimal). Daraus folgt, dass in der (m + 1) Iteration noch ein nicht-äquivalentes Paar gefunden wurde, woraus \(\ge (m + 2)\) Iterationen und daher ein Wiederspruch.
Es wurden die folgenden Definitionen eingeführt
\(L \subset \varSigma^* \text{regulär} \Longleftrightarrow \text{Index von } \simeq_L \text{ ist endlich}\)
\(\Rightarrow\):
Sei a = (Q, \(\varSigma, q_0, \delta\), F) ein DEA, der L erkennt, so ist zu zeigen, dass verschiedene \(\simeq_L\)-Klassen in \(\varSigma^*\) bestimmen verschiedene \(\simeq_a\)-Klassen in Q.
Dann: \(\mid Q \mid \ge Index(\simeq_a) \ge Index(\simeq_L)\)
Seien \(u \not\simeq_L v\), d.h. \([u]_L \neq [v]_L\) gegeben. Bilde nun \(\delta(q_0, u), \delta(q_0,v)\) und \(\delta(q_0, u) \not\sim_a \delta(q_0,v)\).
Annahme: \(\delta(q_0, u) \sim_a \delta(q_0,v)\)
\(\Leftarrow\):
Sei Index (\(\simeq_L\)) endlich. Bilde DEA a, der L erkennt.
a = \((Q^\sim, \varSigma, q_0^\sim, \delta^\sim, F^\sim)\) mit
\(Q^\sim\) = Menge der \(\simeq_L\) - Äquivalenzklassen
\(q_0^\sim = [\varepsilon]\)
\(F^\sim = \{ [u] \mid u \in L \}\)
und \(\forall a \in \varSigma: \delta^\sim ([u], a) = [u a]\)
\(\forall w \in \varSigma^*: [u] = [v] \Longrightarrow [uw] = [vw]\)
Hieraus folgt: \(\delta^\sim\) ist wohldefiniert und es gilt ferner (per Induktion über \(\mid w \mid\)):
\(\forall w \in \varSigma^*: \delta^\sim([u], w) = [u w]\)
Dann gilt
Satz:
Der kanonische DEA a ist isomorph zu jedem DEA \(a^\sim\), der gemäß dem Reduktionsverfahren aus einem belibigen DEA a, der L erkennt, entsteht.